Behandlungsmöglichkeiten

Lymphom

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Lymphom

Lymphom ist ein Sammelbegriff für Lymphknotenvergrößerungen beziehungsweise Lymphknotenschwellungen und Tumoren des Lymphgewebes. Maligne Lymphome sind bösartige Neubildungen (Neoplasien). Maligne Lymphome betreffen hauptsächlich ältere Menschen. Der Altersgipfel liegt im 6. Lebensjahrzehnt. Es gibt allerdings auch bösartige Lymphome, die bereits im Kindesalter auftreten. Die WHO-Klassifikation unterscheidet das Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphom. Letztere werden unterteilt in B-Zell-Lymphome und T-Zell-Lymphome (Wikipedia). Die Hodgkin-Krankheit ist mit zwei bis drei Erkrankungen pro 100000 Einwohnern jährlich eine seltene Erkrankung. Der Lymphdrüsenkrebs kann in jedem Alter eintreten. Am häufigsten erkranken Menschen zwischen dem 20. Und 30. Lebensjahr. Ein weiterer, etwas kleinerer Häufigkeitsgipfel findet sich bei Menschen nach dem 65. Lebensjahr. Mit einer Kombination von Chemotherapie und Strahlenbehandlung kann Morbus Hodgkin in über 90 Prozent der Fälle geheilt werden. Auch in fortgeschrittenen Stadien besteht noch eine Heilungschance. Ohne eine Behandlung verläuft die Erkrankung meist tödlich. Abhängig von der Art und dem Ausmaß der nachgewiesenen Lymhomzellen, unterscheidet man 2 verschiedene Typen des Morbus Hodgkin:
1) Lymphozytenprädominante Form des Hodgkin-Lymphoms ( mit etwa 5% relativ selten ).                               2) Klassisches Hodgkin-Lymphom:
a)nodulär sklerosierender Typ ( mit ca. 65% die häufigste Form ).
b) Mischtyp ( ca. 25% )
c) lymphozytenreicher klassischer Typ ( mit etwa 4% der Fälle ).
d) lymphozytenarmer klassischer Typ ( mit etwa 1% relativ selten ).
e) nicht klassifizierbares Hodgkin-Lymphom.
Die Hodgkinerkrankung ist relativ gut durch kombinierte Chemo – und Strahlentherapie behandelbar. Meist wird zunächst eine Chemotherapie durchgeführt und anschließend bestrahlt. Bei einer Chemotherapie sollen die bösartigen Lymphomzellen abgetötet werden. Mehrere Zytostatika werden nach einem festgelegten Zeitplan in regelmäßigen Abständen (Zyklen) verabreicht. Das Hodgkin-Lymphom ist sehr strahlensensibel. Nebenwirkungen der Behandlung bleiben nicht aus, da sowohl die Chemo- als auch die Strahlentherapie bösartiges, als auch gesundes Gewebe angreifen. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall, Schwäche, Schleimhautentzündungen und Infektionskrankheiten kommen. Als mögliche Spätfolgen der Behandlung sind Organschädigungen, beispielsweise von Schilddrüse, Lunge und Herz möglich. Das Zweitkrebserkrankungsrisiko kann durch die Therapie erhöht werden. Auch die Fruchtbarkeit kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei der Hodgkinerkrankung kommt eine Transplantation von Blutstammzellen – das sind Vorläuferzellen des blutbildenden Systems – dann infrage, wenn es zu einem Rückfall kommt und eine nochmalige herkömmliche Chemo – oder Strahlentherapie nicht wirksam erscheinen. Hierbei werden dem Patienten nach einer herkömmlichen Chemotherapie eigene Blutzellen entnommen eigene Blutzellen entnommen und diese nach einer hochdosierten, die das gesamte blutbildende System zerstört, zurückübertragen (autologe Blutstammzelltransplantation). Dadurch wird das blutbildende System wieder wiederholen.
Als Non-Hodgkin-Lymphom umfasst man die Gruppe aller malignen Lymphome, d.h. monoklonaler Neoplasien von B-oder T-Zellen, die nicht Merkmale eines Hogkin-Lymphoms tragen. B-Zell-Lymphome machen ca. 80-85% der Non-Hodgkin-Lymphome aus. Die Inzidenz liegt bei 5-10 pro 100.000/Jahr. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Eine Häufung ist v.a. im höheren Lebensalter vorhanden. Ein drastisch erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht bei HIV-Erkrankung ( flexion.doccheck.com ).                                Je nach Ausbreitung im Körper wird ein Hodgkin-Lymphom einem von 4 Stadien zugeteilt (nach Ann-Arbor):
Stadium I: Befall nur einer Lymphknotenregion.
Stadium II: Befall von Lymphknoten auf einer Seite des Zwerchfells ( Brustkorb oder Bauchraum ). Befall von 2 oder mehr Lymphknotenregionen.
Stadium III: Befall von Lymphknoten auf beiden Seiten des Zwerchfells (sowohl Brustkorb als auch Bauchraum), Befall von 2 oder mehr Lymphknotenregionen.
Stadium IV: Befall eines oder mehrerer extralymphatischer Organe ( Gehirn, Knochen ) unabhängig  vom Befallmuster der Lymphknoten. Die Non-Hodgkin-Lymphom-Therapie hängt vom Lymphom-Typ ab und ist daher unterschiedlich. Generell sprechen hoch maligne Lymphome weit besser auf die Therapie als die niedrig malignen. Aus diesem Grunde bestehen bei einem hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphom in allen Erkrankungsstadien Chancen auf eine Heilung, während dies bei einem niedrig-malignen Non-Hodgkin-Lymphom meist nur in den Stadien I und II möglich ist. Ein niedrig malignes Non-Hodgkin-Lymphom (Stadium I und II) kann häufig allein durch Bestrahlung geheilt werden. Bei einem hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphom sowie einem fortgeschrittenem niedrig-malignen Non-Hodgkin-Lymphom ( Stadium III und IV ) ist in der Regel eine Chemotherapie nach dem COPD-Schema notwendig. COPD steht für die Wirkstoffkombination: Cyclophosphamid, Hydroxydaunorubicin, Oncovin und Prednisolon. Ist das Non-Hodgkin-Lymphom bereits fortgeschritten, kann auch die „ Watch-and-Wait“-Strategie sinnvoll sein. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das Lymphom sehr langsam wächst. Eine weitere Behandlungsmethode ist die Antikörpertherapie. Dabei wird der Umstand genutzt, dass die Krebszellen bestimmte Eiweiße an ihrer Oberfläche haben. Die verabreichten Antikörper können diese Eiweiße erkennen und bilden einen Komplex mit der defekten Zelle, in deren Folge diese zerstört wird. Die Antikörpertherapie wird in Kombination mit der Chemotherapie durchgeführt. Auch eine Knochenmarkstransplantation oder die Transplantation von Stammzellen aus dem Blut sind mögliche Therapieformen des Non-Hodgkin-Lymphoms ( www.netdoktor.de ).
Eine weitere Behandlungsmöglichkeit sind dendritische Zellen. Wissenschaftlich konnte ein therapeutischer Nutzen beim Lymphom nachgewiesen werden. Es ist sowohl eine Behandlung als Monotherapie mit dendritischen Zellen möglich als auch eine Kombinationstherapie mit einer Chemotherapie oder Strahlentherapie möglich. Die Nebenwirkungen besagter Therapien werden dadurch gemildert und das Immunsystem gestärkt.

Zweit/ Drittmeinung

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